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Pflegegrad 5: Was Du über den höchsten Pflegegrad wissen musst

Uwe Zimmer
Von Uwe Zimmer
25. Juli 2025

Was ist Pflegegrad 5?

In diesem Blogartikel erfährst Du, welche Voraussetzungen für den Pflegegrad 5 erfüllt sein müssen, wie hoch die finanziellen Leistungen sind und wie Du das Maximum aus dem Pflegegrad herausholen kannst – für Dich oder Deine Angehörigen.

Pflegegrad 5 ist der höchste Pflegegrad, der vergeben werden kann – und das aus gutem Grund: Er steht für eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, oft in Kombination mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung. Betroffene sind auf umfassende Unterstützung im Alltag angewiesen – und genau hier greift das deutsche Pflegesystem mit einem großen Leistungspaket ein.

Voraussetzungen für Pflegegrad 5

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Mitglied in der Pflegeversicherung (gesetzlich oder privat)

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Antrag auf Pflegegrad bei der Pflegekasse gestellt

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Begutachtung durch den MDK (gesetzlich Versicherte) oder Medicproof (Privatversicherte)

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Ergebnis des Gutachtens: 90–100 Punkte = Pflegegrad 5

Folgende Bereiche fließen in die Begutachtung ein:

  • Körperpflege, Mobilität, Umgang mit Krankheit
  • Alltagsorganisation & Hauswirtschaft
  • psychosoziale Betreuung und nächtliche Hilfe

Tipp: Die Pflegekasse übernimmt kostenlos die Begutachtung – ein Antrag genügt.

MDK-Begutachtung:

Welche Lebensbereiche geprüft werden und wie sie gewichtet sind

7,5

%

Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

7,5

%

Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

10

%

Mobilität

15

%

Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

20

%

Bewältigung krankheits- oder therapiebedingter Belastungen

40

%

Selbstversorgung

Monatliche

Leistungen bei Pflegegrad 5

Mit Pflegegrad 5 erhältst Du die maximal möglichen Leistungen der Pflegeversicherung. Je nach Pflegesituation – ob Zuhause oder stationär – gibt es verschiedene Geld- und Sachleistungen.

Pflegeleistung

Betrag

Hinweise

Pflegegeld

990 Euro monatlich

Für häusliche Pflege durch Angehörige oder Freunde – direkte Auszahlung an die pflegende Person.

Pflegesachleistungen

2.299 Euro monatlich

Für professionelle Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst – Abrechnung erfolgt direkt mit der Pflegekasse.

Verhinderungspflege

1.685 Euro jährlich

Wenn die Hauptpflegeperson Urlaub macht oder ausfällt – z. B. Ersatzpflege durch Dritte oder Dienstleister.

Kurzzeitpflege

1.854 Euro jährlich

Vorübergehende stationäre Unterbringung – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder in Krisensituationen.

Entlastungsbetrag

131 Euro monatlich

Für Alltagshilfen wie Betreuung, Haushaltshilfe oder Angebote zur Entlastung pflegender Angehöriger.

Tages- oder Nachtpflege

2.085 Euro monatlich

Teilstationäre Versorgung in spezialisierten Einrichtungen – tagsüber oder nachts, z. B. bei Berufstätigkeit der Angehörigen.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

bis zu 42 Euro monatlich

Monatliches Budget für Einmalprodukte wie Handschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen.

Technische Pflegehilfsmittel

Ja

Zuschuss oder Leihstellung für Geräte wie Pflegebetten, Lagerungshilfen oder Rollstühle.

Hausnotruf

bis zu 25,50 Euro monatlich

Für ein Notrufsystem zu Hause – ermöglicht schnelle Hilfe in Notfällen.

Wohnraumanpassung

bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme

Zuschuss für Umbaumaßnahmen wie Treppenlifte, barrierefreie Duschen oder Türverbreiterungen.

Pflegeberatung und Beratungseinsatz

Ja

Kostenfreie Beratung zur Organisation der Pflege; bei Pflegegeldbezug verpflichtend (vierteljährlich).

Pflegekurse für Angehörige

Ja

Schulungen für pflegende Angehörige – vermitteln Wissen, Sicherheit und entlasten emotional.

Pflegeunterstützungsgeld

Ja

Lohnersatzleistung, wenn Berufstätige kurzfristig Pflege organisieren müssen (z. B. bei plötzlicher Verschlechterung).

Wohngruppenzuschuss

224 Euro monatlich

Zuschuss für das Leben in ambulant betreuten Pflege-WGs – zur Stärkung gemeinschaftlicher Wohnformen.

Digitale Pflegeanwendungen (DiPA)

bis zu 53 Euro monatlich

Für digitale Tools zur Pflegeunterstützung – z. B. Apps für Medikamentenpläne oder Dokumentation.

Vollstationäre Pflege im Heim

2.096 Euro monatlich

Beitrag zu den pflegebedingten Kosten im Pflegeheim – unabhängig vom tatsächlichen Eigenanteil.

Die meisten Leistungen müssen separat beantragt werden – oft formlos bei der Pflegekasse. Leistungen wie Pflegehilfsmittel, DiPA oder Wohnraumanpassung können zusätzlich zur Grundversorgung genutzt werden.

Warum lohnt sich Pflegegrad 5?

Pflegeexperte Uwe Zimmer – erfahrene Beratung zu Pflegegraden, Anträgen und Alltagsentlastung
Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Finanzielle Entlastung: Fast 3.000 € monatlich (kombiniert) können Pflegekosten stark reduzieren.

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Sicherheit im Alltag: Von Notrufsystemen bis zu professionellen Pflegekräften – die Versorgung ist rundum gesichert.

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Mehr Lebensqualität: Entlastungsangebote und individuelle Betreuungskonzepte schaffen Raum für echte Lebensfreude.

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Flexibilität: Geld-, Sach- und Kombinationsleistungen bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten für die Pflege zuhause oder stationär.

Das macht SmartVersorgt aus – persönliche Pflegeberatung, digitale Unterstützung und echte Hilfe im Alltag

Bessere Planbarkeit: Mit festem Pflegegrad können langfristige Entscheidungen zur Wohn- oder Betreuungssituation besser getroffen werden.

Pflegeexperten Uwe und Lennard Zimmer geben wichtige Tipps für den Pflegealltag

Pflegegrad 3 beantragen – Schritt für Schritt

1. Antrag bei der Pflegekasse stellen

Ein formloser Antrag genügt

Der erste Schritt ist ein formloser Antrag bei der Pflegekasse der pflegebedürftigen Person – meist ist das die Pflegekasse der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse.

Du kannst den Antrag telefonisch, schriftlich oder online stellen. Nach Eingang wird dir ein Formular zur Bestätigung und weitere Unterlagen zugesendet.

2. Vorbereitung auf die Begutachtung

Ein MDK oder MEDICPROOF prüfen deine Situation

Nach dem Antrag wirst du (oder deine Angehörigen) über einen Begutachtungstermin durch den MDK (gesetzlich versichert) oder MEDICPROOF (privat versichert) informiert.
Der Termin findet meist zu Hause oder per Videotelefonat statt.

Bereite dich gut vor:

  • Notiere dir typische Alltagssituationen, in denen du Hilfe brauchst.
  • Halte ärztliche Unterlagen, Diagnosen, Medikationspläne oder Krankenhausberichte bereit.
  • Es kann hilfreich sein, wenn eine vertraute Person beim Termin anwesend ist.

3. Du erhältst den Pflegegrad-Bescheid

Einstufung des Pflegegrades

Nach der Begutachtung bekommst du von der Pflegekasse einen schriftlichen Bescheid. Darin steht:

  • Ob dir ein Pflegegrad bewilligt wurde
  • Welcher Pflegegrad dir zuerkannt wurde
  • Ab wann du die Leistungen in Anspruch nehmen kannst
Falls du mit der Entscheidung nicht einverstanden bist, kannst du innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.

4. Leistungen bei Pflegegrad 4

Leistungen stehen dir sofort zur Verfügung

Sobald du den Bescheid erhalten hast, kannst du alle vorgesehenen Leistungen für Pflegegrad 4 in Anspruch nehmen, z. B.:

  • Pflegesachleistungen:
    Bis zu 2.299€ monatlich für die Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst.

  • Pflegegeld:
    Bis zu 990 € monatlich, wenn die Pflege durch Angehörige oder privat organisiert erfolgt (häusliche Pflege).

  • Zuschuss für vollstationäre Pflege:
    2.096€ monatlich als Beitrag zu den Pflegekosten im Pflegeheim – unabhängig von der tatsächlichen Heimkostenhöhe.

5. Höherstufung beantragen bei zunehmendem Pflegebedarf

Zögere nicht

Verschlechtert sich der Zustand der pflegebedürftigen Person (z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt, bei Demenz oder körperlichem Abbau), kannst du jederzeit eine erneute Begutachtung und damit eine Höherstufung beantragen.
Zusatz-Tipp:

Pflegegrad frühzeitig beantragen, besonders bei chronischer Erkrankung, psychischer Belastung oder altersbedingtem Hilfebedarf

Fazit: Pflegegrad 5 ist ein Rettungsanker – nutze ihn richtig!

Pflegegrad 5 bedeutet nicht nur maximale Einschränkung – sondern auch maximale Unterstützung. Wer weiß, welche Leistungen möglich sind und wie sie kombiniert werden können, kann den Pflegealltag spürbar entlasten – emotional wie finanziell.

Von ambulanter Pflege über Kurzzeitpflege bis hin zu Hausnotruf und Wohnraumanpassung: Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist, sie auch zu nutzen.

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Häufig gestellte Fragen

Hier findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen

Welche Leistungen bekomme ich bei Pflegegrad 2?
Mit Pflegegrad 2 hast du Anspruch auf Pflegegeld (347 €), Pflegesachleistungen (796 €), den Entlastungsbetrag (131 €), Pflegehilfsmittel (bis 42 €) sowie auf Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Pflegeberatung und mehr. Die Leistungen können individuell kombiniert werden.
Wie beantrage ich Pflegegrad 2?
Du stellst den Antrag formlos bei deiner Pflegekasse. Danach erfolgt eine Begutachtung durch den MDK (gesetzlich versichert) oder MEDICPROOF (privat versichert). Bei 27 bis unter 47,5 Punkten im Gutachten wird Pflegegrad 2 gewährt.
Wie viele Punkte braucht man für Pflegegrad 2?
Für Pflegegrad 2 musst du im Pflegegutachten mindestens 27,0 bis unter 47,5 Punkte erreichen. Bewertet werden unter anderem Mobilität, Selbstversorgung und geistige Fähigkeiten.
Was ist der Unterschied zwischen Pflegegrad 1 und 2?
Pflegegrad 2 bedeutet eine deutlich stärkere Einschränkung als Pflegegrad 1. Nur ab Pflegegrad 2 erhältst du z. B. Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Verhinderungspflege und mehr. Bei Pflegegrad 1 gibt es nur begrenzte Leistungen.
Kann ich bei Pflegegrad 2 Pflegegeld und Pflegedienst kombinieren?
Ja, das ist über die Kombinationsleistung möglich. Wenn du teilweise durch Angehörige und teilweise durch einen Pflegedienst betreut wirst, kannst du anteilig Pflegegeld und Sachleistungen gleichzeitig nutzen.

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